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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

"Magdalene und die Saaleweiber" - Lesung in der Doppelkapelle

Inge Fricke

Christina Auerswald
Christina Auerswald

Halle an der Saale im Jahr 1693: Else lügt, und alle glauben ihr. Die Altmagd tut, als ob sie Visionen hätte. Sogar Magdalenes Mann hängt an Elses Lippen. Sieht er nicht, dass alles nur ein Schauspiel ist? Wie kann er glauben, dass Magdalene zu den Saaleweibern gehört, den zauberkräftigen Frauen, die sich abends am Saaleufer treffen und ihre Zauberkräfte aus Tieropfern ziehen? Magdalene kann das Lügenwerk und seine Folgen nicht hinnehmen. Aber bald zieht das Geschehen größere Kreise, und sie kommt ernsthaft in Gefahr, für ein Saaleweib gehalten zu werden.

Am Samstag, dem 22. September, um 16.30 Uhr, liest die Autorin Christina Auerswald, in der Landsberger Doppelkapelle "Sanctae Crucis" aus ihrem Roman "Magdalene und die Saaleweiber".

Der Roman erzählt die Geschichte der Magdalene Rehnickel aus dem Roman "Magdalenes Geheimnis" weiter. Auslöser für die im Mitteldeutschen Verlag erscheinende Romanreihe, war übrigens der Fund von fragmentarischen Aufzeichnungen einer Magdalene in Halle (Saale). Thema des Buches sind die religiösen Visionen von einigen Frauen, die am Beginn des Pietismus für viel Aufregung sorgten. Christina Auerswald gelingt mit ihrer Romanreihe ein Sittengemälde der Zeit, als August Hermann Francke noch Pfarrer in Glaucha war und die Pietisten in Halle als Lutheraner die Bevölkerung zum rechten Glauben führen wollten. Einer Zeit, in der Halle zum Kurfürstentum Brandenburg gehörte, in der die aus Frankreich geflüchteten Hugenotten hier Fuß fassen wollten und von der Bevölkerung mit Argwohn betrachtet wurden.

Die Lesung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Landsberger Stadt- und Schulbibliothek und des Landsberger Museums, mit freundlicher Unterstützung des Landkreises Saalekreis. Der Eintritt zur Lesung ist frei. Spenden kommen der Medienwerkstatt der Landsberger Bibliothek zugute. - mdv Halle/ I. Fricke -


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Foto: zeigt Christina Auerswald (Fotograf: Birgitta Petershagen)