Landsberg-Lese

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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Das Landsberger Bergfest

Das Landsberger Bergfest

Henning Mertens

 

Wenn in Landsberg hölzerne Bierfässer schweißtreibend um den Kapellenberg gerollt werden, ist es wieder soweit: Dann trifft man sich zum Höhepunkt der Veranstaltungssaison an der malerisch angelegten Freilichtbühne. Das traditionelle Bergfest mit Fassrollen, Fackelumzug, Tanz und umfangreichem Rahmenprogramm zieht jährlich im August tausende Besucher an. Es ist zentraler Treffpunkt für die Einwohner der Gemeinde, Freunde und Bekannte sowie für Ausflügler aus der gesamten Region. Selbst die gastronomische Versorgung übernehmen die Wirte aus dem Ort.

 

 

 

Das Bergfest ist eine unterhaltsame Gelegenheit, das abendliche Flair der von Porphyrfelsen eingerahmten Freilichtbühne zu genießen. Hoch über dem Festgelände thronen die ehrwürdigen Mauern der romanischen Doppelkapelle. Einzigartig ist auch das Höhenfeuerwerk, das am Samstagabend vom Berg aus effektreich in den Nachthimmel geschossen wird. Daneben glänzen die Abendprogramme mit wechselnden Artisten und handgemachter Musik, zu der gern das Tanzbein geschwungen wird. Eine feste Größe sind die Auftritte des Landsberger Spaßvereins, der mit liebevoll inszenierten Tanzeinlagen, schrillen Kostümen und einfallsreichen Parodien für Stimmung sorgt.

 

 

Ein weiterer Höhepunkt ist das Landsberger Fassrollen. Von hunderten Schaulustigen gesäumt, geht es einmal rund um den Kapellenberg. Bei dem sportlichen Spektakel müssen jeweils drei Männer oder Frauen das hölzerne Bierfass möglichst schnell über den 1,1 km langen Parcours mit steilen Anstiegen, Gefällen und felsigen Untergrund wieder ins Ziel bringen. Auf die Bestplazierten warten mit frischem Gerstensaft gefüllte Fässer der ortsansässigen Privatbrauerei.

 

 

Der Veranstaltungssonntag knüpft mit Frühschoppen und einem entspannten Ausklang an. Man genießt noch einmal das gesellige Miteinander und fiebert dem letzten Höhepunkt entgegen: Zur Mini-Playbackshow können die Kleinsten ihr Showtalent unter Beweis stellen. Ähnlich wie beim bekannten TV-Format der 90er Jahre ahmen die „Sternchen" dabei ihre Idole auf der Bühne nach.

 

 

 

Neben Volksfeststimmung wird an diesem Wochenende auch Hochkultur geboten: Ein Konzert in der romanischen Doppelkapelle gehört zu den festen Programmpunkten. Das Gebäudeinnere ist in Künstlerkreisen für sein besonderes Klangerlebnis bekannt. Selten kommt der Zuhörer den Musikern, die oft ganze Konzerthallen füllen, auch so nah wie hier.

 

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