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Goethe hat ihn bewundert

Goethes Begegnungen mit Felix Mendelssohn Bartholdy.

Horst Nalewski

Der Musikkenner und international geachtete Literaturwissenschaftler Horst Nalewski erzählt anhand fünf ausgewählter Beispiele von dem außergewöhnlichen Aufeinandertreffen und Zusammenwirken zweier Künstler. Eine CD mit den Musikstücken liegt diesem Büchlein bei.

Heiße Ausstellungseröffnung

Heiße Ausstellungseröffnung

Inge Fricke

Heiße Ausstellungseröffnung

n glühender Hitze erlebten die Gäste der Vernissage einen sinnlichen Ausflug regionaler Künstler (Foto: Matthias Herbert)
n glühender Hitze erlebten die Gäste der Vernissage einen sinnlichen Ausflug regionaler Künstler (Foto: Matthias Herbert)

Am Samstag, 03. Juli 2010 öffnete um 14 Uhr die neue Sonderausstellung "Dreierlei Kunst", mit Aktmalerei in Öl- und Acryl, Keramik auf Schwemmholz und Kreideminiaturen, im Landsberger Museum "Bernhard Brühl" ihre Pforten. Bei mehr als 32 Grad kamen die Besucher dabei ganz schön ins Schwitzen. Doch weder das überdurchschnittlich heiße Wetter noch die bevorstehende Fußball- WM- Partie zwischen Deutschland und Argentinien konnte die wahren Kunstenthusiasten vom Besuch der Vernissage abhalten. Bei gut gekühlten Getränken lauschten die Gäste den Erläuterungen der ausstellenden Künstler Norbert Hübner (Landsberg), Thomas Ludewig (Halle) und Lutz Naumann (Leipzig).

Dabei erfuhren sie, dass beispielsweise Norbert Hübner schon in seiner Studentenzeit in Greifswald Aktbilder gemalt hatte. Damals gab es wohl einige Schwierigkeiten, die Damen vom Modellstehen zu überzeugen. Weniger prüde seien da die männlichen Theologiestudenten gewesen. Heutzutage haben sich die Zeiten gewandelt und die Damen sind etwas freizügiger geworden. Nach einer längeren Pause, in der vorrangig Landschaften, seltener Porträts entstanden, hat Norbert Hübner sich dem Thema: AKT erneut zugewandt. Die in der Ausstellung gezeigten Öl- und Acrylbilder erstrahlen in einer für Norbert Hübner charakteristischen Farbintensität, die den Betrachter an die französischen Impressionisten erinnert und einfach Ausdruck praller Lebensfreude sind.

Thomas Ludewig bekannte sich in seiner Einführung dazu, ein naturliebender Freizeitkünstler zu sein. Bei seinen vielen Wanderungen, oft in Begleitung seines Hundes, fielen ihm die vom Wasser bearbeiteten Schwemmhölzer ins Auge. Die weichen Teile des Holzes waren im Laufe der Zeit vom Wasser herausgeschwemmt worden und nur die harten Strukturen erhalten geblieben. Manches Holz war wohl auch schon für ein kleines Lagerfeuer verwendet worden und dann wieder im Wasser gelandet. So findet Thomas Ludewig immer wieder farbig und stofflich sehr unterschiedliches Holz, das er mit Keramiken, die er passend zu den Holzgebilden anfertigt, sowie Metall, Porzellan oder Stein zu Assemblagen verbindet. Was der Betrachter in den so entstandenen Objekten sehen oder erkennen möchte, bleibt ihm selbst überlassen.

Lutz Naumann, der seit 1996 immer wieder das Thema: HORIZONTE in den Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit stellt, präsentierte am Eröffnungsnachmittag auch einige seiner anderen Arbeiten, so aus dem Bereich Papierherstellung und Buchbinderei. Neben der Kalligraphie habe er sich in letzter Zeit auch mit der Verbindung der verschiedenen Sinne beschäftigt. So entstanden beispielsweise Bilder zu Musikstücken. Zu seinen Kreideminiaturen in der Ausstellung ließ er eine kleine Reisebeschreibung für den Besucher da, damit dieser sich noch besser in die meist zweifarbigen Bilder hineinversetzten kann. Die Reise beginnt bei den sanften Hügeln der Toscana und der herbstlichen Stimmung des Meeres vor der Insel Vilm, macht Station bei den Plothener Teichen und einer Seelandschaft, die eigentlich eher eine Seelenlandschaft ist, um bei den Granitbergen von Maine/USA oder der Gewitterstimmung über den Sanddünen Dänemarks zu enden.

Die Ausstellung spannt somit einen weiten Bogen, in Bezug auf die Themenwahl ebenso, wie auf deren künstlerischen Umsetzung. Dennoch passen alle Ausstellungsobjekte stimmig zueinander und bilden gemeinsam eine sehr sehenswerte Sommerausstellung, deren verbindende Elemente der SOMMER, die NATUR und die LEBENSFREUDE sind. Die ausgestellten Arbeiten werden übrigens auch zum Verkauf angeboten.

Die Sonderausstellung "Dreierlei Kunst" ist noch bis zum 26. September 2010 im Landsberger Museum "Bernhard Brühl" zu besichtigen. Das Museum ist dienstags, donnerstags, samstags und sonntags, von 13 bis 17 Uhr, geöffnet. Andere Besuchszeiten können, unter Tel. (034602) 20690, vereinbart werden.

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