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Florian Russi (Hrsg.)

Liebe ist ein Thema, das jeden berührt...Ein manchmal ernüchterndes und zugleich poetisches Buch.

Musikalische Reise nach Brasilien, Kuba und Spanien

Musikalische Reise nach Brasilien, Kuba und Spanien

Inge Fricke

Musikalische Reise nach Brasilien, Kuba und Spanien

Bossa Nova in der Landsberger Doppelkapelle

Esther Lorenz und Peter Kuhz singen und spielen Bossa Nova (Foto: Künstler)
Esther Lorenz und Peter Kuhz singen und spielen Bossa Nova (Foto: Künstler)

Landsberg. Zu einer musikalischen Reise durch die spanisch- und portugiesischsprachige Welt lädt am Sonntag, 17. Oktober 2010, um 15 Uhr, die Landsberger Doppelkapelle "St. Crucis" ein. Die aus Berlin stammenden Künstler Esther Lorenz und Peter Kuhz singen und spielen Bossa Nova aus Brasilien, Bolero Cubano aus Kuba und mittelalterliche, sephardische Lieder der jüdischen Kultur Spaniens.

Der Bossa Nova wurde Ende der fünfziger Jahre an der Copacabana geboren. Er ist ein "Kind" des Komponisten Antonio Carlos Jobim, der später auch sehr erfolgreich mit vielen nordamerikanischen Jazz-Musikern der "Cool Jazz Ära" zusammenarbeitete. Seine berühmteste Komposition und leider auch eine der ganz wenigen, die heute noch mit dem Bossa Nova in Verbindung gebracht wird, war die ironisch-zärtliche Verehrung für eine Bikini-Schönheit am Strand von Ipanema, genauer gesagt, "The girl from Ipanema". Esther Lorenz besingt nicht nur, freiinterpretiert, den "Boy from Ipanema", Jobims romantische und poetische Lieder werden auch original, in portugiesisch vorgetragen, ergänzt durch Entstehungsgeschichten der Lieder sowie Kultur und Leben Brasiliens der fünfziger und sechziger Jahre.

Der Bolero Cubano hatte es ebenfalls nicht schwer, besonders in Nordamerika, Fuß zu fassen. Er war in den vierziger Jahren der Inbegriff von Romantik und wurde, wie der Bossa Nova, unter anderem von Nat King Cole interpretiert. Lieder wie "Besame Mucho" waren in aller Munde.

Unbekannter sind die jüdischen, orientalisch anmutenden, sephardischen Klänge, die aus dem mittelalterlichen Spanien in alle Welt, besonders aber nach Nordafrika und in die Türkei, nach Israel und sogar nach Amerika ihren Weg fanden. Mit ihrer besonderen Stimme, in der sich verhaltene Impulsivität mit melodischer Sehnsucht verbindet, wird Esther Lorenz diese vergessenen Melodien erklingen lassen sowie geschichtliche Hintergründe erzählen.

Südamerikas und Spaniens Musik wird an diesem Nachmittag, zusammen mit spanischer Lyrik, von Esther Lorenz und Peter Kuhz auf individuelle Weise verflochten, auf einer Reise, die sich scheinbar zeitlos durch Jahrhunderte und Kontinente bewegt.

Konzertkarten, zum Preis von 7,- EUR (Erm. 5,- EUR), gibt es an der Tageskasse und können, unter Tel. (034602) 20690, vorbestellt werden.

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