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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Sonderausstellung im Museum

Sonderausstellung im Museum "Bernhard Brühl" endet kreativ

Inge Fricke

Sonderausstellung im Museum "Bernhard Brühl" endet kreativ

Norbert Hübner: Doppelkapelle, Raps und Windräder, Acryl auf Hartfaser (Foto: Norbert Hübner)
Norbert Hübner: Doppelkapelle, Raps und Windräder, Acryl auf Hartfaser (Foto: Norbert Hübner)

Wer die Sonderausstellung "Mein Blick auf meine Stadt, Landsberg kreativ, Teil III" im Landsberger Museum "Bernhard Brühl" bisher noch nicht gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen. Die Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung bietet sich nur noch bis zum 29. Januar 2012, dienstags, donnerstags, samstags und sonntags, von 13 bis 17 Uhr. Unter Tel. (034602) 20690 können weitere Besuchszeiten vereinbart werden.

Einige der in der Sonderausstellung vertretenen Freizeitkünstler, haben sich, beim Blick auf Ihre Stadt, dem Wahrzeichen Landsbergs zugewandt: der romanischen Doppelkapelle "Sanctae Crucis", die hoch über der Stadt auf einem markanten Porphyrfelsen thront.

Es ist beeindruckend, wie vielfältig die Ergebnisse der kreativen Auseinandersetzung mit dem über 800 Jahre alten mittelalterlichen Gemäuer sind. Angefangen von zwei, in mühevoller und langwieriger Kleinarbeit gefertigten Modellen der Doppelkapelle, über ein Fenster-Glasbild, Laubsägearbeiten und Kerzen bis hin zur malerischen Umsetzung reicht hier die Palette.

Für das Modell von Dennie Reinisch und Sabine Jänsch wurden etwa 700 Arbeitsstunden investiert. Es war eine der Attraktionen des Festumzugs zur 1050-Jahrfeier der Stadt. Jochen Becker und Hartmut Mellwitz schätzen die Arbeitszeit an ihrem Modell auf 6 Monate. Die im Maßstab 1:32 nachgestaltete Doppelkapelle soll einmal die Außenanlage einer Gartenbahn zieren.

Norbert Hübner, der Wahl-Landsberger aus dem Norden, verlieh der Doppelkapelle in seinen Acrylbildern eine impressionistische Farbintensität. Astrid Rudisch schuf ein Bild, das mit einer vom Kapellenberg herabsteigenden Hochzeitsgesellschaft an den halleschen Maler Albert Ebert erinnert. Bleistiftzeichnungen aus der Kindertagesstätte Gütz, zeigen den kindlich-naiven und gleichzeitig humorvollen Blick der Jüngsten auf die Doppelkapelle. Die Frauen des Landsberger Kreativ-Treffs haben eine sehenswerte Collage geschaffen, in der sie der Doppelkapellenansicht auf dem Felsen noch weitere, auf Landsberg verweisende Attribute hinzugefügt haben, wie beispielsweise das Stadtwappen oder einen Korb mit Hopfen, der auf die städtische Bierbrauerei hindeuten soll.

Am Sonntag, dem 29. Januar 2012, um 14 Uhr, laden die Frauen des Landsberger Kreativ-Treffs noch einmal zu einem abschließenden Workshop rund um kreatives Stricken und die Handarbeitstechnik Occhi ein. Der Eintritt zum Workshop ist frei. InteressentInnen werden lediglich gebeten, Stricknadeln und Wollreste mitzubringen.

Eine neue Sonderausstellung im Museum "Bernhard Brühl" gibt es ab März 2012. Unter dem Titel "Die Würde des Natürlichen" werden dann Ölgemälde und Aquarelle sowie Tusche- und Rötelzeichnungen von Reinhard Dreßler aus Leipzig zu sehen sein.

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