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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Spurensuche

Spurensuche "Erster Weltkrieg"

Inge Fricke

Spurensuche "Erster Weltkrieg"

Gedenkkreuz für die im I. Weltkrieg gefallenen Landsberger auf dem Kapellenberg (Foto: Gunter George)
Gedenkkreuz für die im I. Weltkrieg gefallenen Landsberger auf dem Kapellenberg (Foto: Gunter George)

Im Jahre 2014 jährt sich zum 100. Mal der Beginn des Ersten Weltkrieges (1914-1918). Dieser Krieg war anders als alle Kriege vor ihm. Hier ging es nicht darum, den Gegner zu unterwerfen, es ging vielmehr um seine völlige Vernichtung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Dieses schockierende Ereignis hinterließ zahlreiche Spuren nicht nur bei den Menschen, die unmittelbar an den Fronten das Unfassbare erlebten, sondern auch im Hinterland, der sogenannten "Heimatfront".

Den Spuren soll nun in Form eines Schülerprojektes nachgegangen werden. Ausgehend vom Unterrichtsstoff des Faches Geschichte zum Thema "Erster Weltkrieg" starten Interessierte aus den 9. Klassen des Landsberger Gymnasiums ihre Spurensuche. Im Sommer 2014 sollen dann die Ergebnisse ihrer Arbeit in Form einer Ausstellung im Museum "Bernhard Brühl" der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die erneute schuljahrübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem Landsberger Gymnasium und dem Museum "Bernhard Brühl" soll für beide Seiten nachhaltig nutzbringend sein. Zum einen wird, ähnlich wie beim Schülerprojekt "Spurensuche DDR" (2009/10), ein Stück Landsberger Geschichte wieder entdeckt und publiziert. Andererseits können neben dem Wissenszuwachs im Fach Geschichte auch weitere Kompetenzen, wie wissenschaftliches Arbeiten in Gruppen oder mit Medien, erworben werden.

Bei den ersten Treffen der Arbeitsgruppe wurden Ideen zur Vorgehensweise zusammengetragen. So nahmen die Mitglieder der Arbeitsgruppe im Dezember 2012 an Workshops zur Thematik "Spurensuche" in Magdeburg teil, um fachliches Rüstzeug zu erlangen. Die Spurensuche soll nicht nur im eigenen Familien- und Bekanntenkreis stattfinden, sondern auf Landsberg und Umgebung erweitert werden. Nachfahren von Zeitzeugen sollen gefunden und interviewt werden.

Die jungen Forscher würden sich freuen, unter den Einwohnern Landsbergs und der einzelnen Ortsteile Mitstreiter wie Heimatforscher, Eltern, Kirchenkreise und Vereine zu finden, die sie bei der Spurensuche unterstützen. Erste Kontakte konnten bereits geknüpft werden.

Jede Form der Unterstützung, z.B. durch Bildmaterial, Pressetexte aus der Zeit oder Gegenstände, aber auch persönliche Gespräche, würde helfen, dieses Kapitel der deutschen Geschichte für die Schülerinnen und Schüler fassbarer zu machen. Interessierte können unter der folgenden Adresse Kontakt aufnehmen: anja.seigert@web.de . Wer keinen Internetanschluss hat, kann sich auch, unter Tel. (034602) 20690, im Landsberger Museum melden.

Inge Fricke und Christina Voigt

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