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Der Froschkönig", „Schneewittchen" oder „Rapunzel" sind Erwachsenen und Kindern auf der ganzen Welt bekannt. Wer aber weiß mehr über das Brüderpaar zu erzählen als dessen Märchen? Und wer weiß schon, dass die Grimms auch viele schaurige, schöne Sagen sammelten, eine umfangreiche deutsche Grammatik veröffentlichten oder an einem allumfassenden Deutschen Wörterbuch arbeiteten?


"Spurensuche Erster Weltkrieg" - Eine Sonderausstellung des Gymnasiums und des Museums Landsberg -

Inge Fricke

Blick in die Sonderausstellung "Spurensuche Erster Weltkrieg"
Blick in die Sonderausstellung "Spurensuche Erster Weltkrieg"

In diesem Jahr wird vielerorts an den Beginn des Ersten Weltkrieges (1914 - 1918) vor 100 Jahren erinnert. Dieses schockierende Erlebnis hinterließ zahlreiche Spuren bei den Menschen an der Front und auch im Hinterland, der sogenannten "Heimatfront". Diesen Spuren wurde in Landsberg (Saalekreis) in Form eines Schülerprojektes nachgegangen.

Ähnlich wie bei der "Spurensuche DDR", bei welcher sich Schülerinnen und Schüler des Landsberger Gymnasiums, auf Anregung des Museums, schuljahrübergreifend auf die Suche nach Geschichten, Fotos, Dokumenten und Objekten begeben hatten, die sie dann in einer sehr beeindruckenden Sonderausstellung von November 2009 bis Januar 2010 im Museum präsentieren konnten, war auch diese erneute Spurensuche geplant.

Schülerinnen und Schülern des Landsberger Gymnasiums starteten, unterstützt von Ihren LehrerInnen und dem Museum, im vergangenen Schuljahr die "Spurensuche Erster Weltkrieg". Frühzeitig wurden in der regionalen Presse und im Internet Aufrufe gestartet, in denen um Hilfe und Unterstützung bei der Spurensuche gebeten wurde. Heimatforscher und Heimatvereine unterstützten daraufhin die Spurensuche unter anderem mit Listen von Gefallenen sowie Auszügen aus Schul- und Kriegschroniken. Weitere geschichtsinteressierte Bürger aus Landsberg und Umgebung, aber auch aus anderen Regionen (in diesem Fall in der Regel Verwandte der Schülerinnen und Schüler) unterstützten die Spurensuche mit Objekten. Besonders interessante Objekte in der Ausstellung sind eine Pickelhaube mit Haarbusch, ein Zigarettenbilder-Album, ein Bierkrug, Ehrenurkunden, Zeichnungen aus einem französischen Gefangenenlager, ein Granatsplitter, Eiserne Kreuze, ein Medaillon, Feldpostkarten und Fotos, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften aus der Zeit von 1914 bis 1918.

Im Kunstunterricht einer weiteren Gymnasialklasse entstand das Plakat zur Ausstellung. Für die Ausstellungseröffnung am 12. Juli 2014 hatten die am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler Malzkaffee, Fettschnitten und Apfelkuchen für die Gäste vorbereitet und eine Schülerin hielt eine kleine Eröffnungsrede, in welcher das Projekt erläutert wurde.

Die Sonderausstellung "Spurensuche Erster Weltkrieg" ist noch bis zum 28. September 2014, dienstags, donnerstags und an den Wochenenden, jeweils von 13 bis 17 Uhr, im Museum "Bernhard Brühl" zu sehen. Andere Besuchszeiten, insbesondere für Schulklassen und andere Gruppen, können unter Tel. (034602) 20690 vereinbart werden.

 

- Inge Fricke, Museum Landsberg - 

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