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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Folkmusik aus Thüringen in der Landsberger Doppelkapelle

Folkmusik aus Thüringen in der Landsberger Doppelkapelle

Inge Fricke

Im Rahmen des Landsberger Bergfestes lädt die Thüringer Folk-Band HÜSCH! am Samstag, dem 19. August 2017, um 17 Uhr, in die Doppelkapelle "Sanctae Crucis" ein.

HÜSCH! spielt virtuose deutsche Folkmusik in einem weltmusikalischen Gewand, fernab von Deutschtümelei und Brauchtumspflege. Mit viel Sensibilität und Sachverstand, versuchen die Musiker traditionelle Lieder und Tänze aus ihrer Region zu entstauben, sie zeitgemäß, frisch und mitreißend zu interpretieren und damit ins 21. Jahrhundert zu transportieren.

Die vier Musiker sind versierte Instrumentalisten, die eng mit ihrer regionalen Musik und Kultur verwoben sind. Darüber hinaus haben die Bandmitglieder ihr Handwerkszeug auch durch die Beschäftigung mit anderen Stilistiken gelernt und lassen dies bewusst in ihre Interpretationen einfließen. So hört man in den Stücken immer auch etwas vom Feuer irischer Traditionals, ab und an etwas Gospel oder den Shuffle einer gut geschmierten, mächtig groovenden Bluegrass-Band.

Nicht zuletzt eint die Akteure die Wiederentdeckung eines fast vergessenen Instruments: der Thüringer Waldzither. In Kombination mit Piano, Geige, Banjo, Flöten und verschiedener Percussion präsentiert HÜSCH! damit einerseits Lieder, die man „irgendwie schon mal gehört hat“. Andererseits werden Texte neu vertont oder selbst in entsprechender Manier geschrieben. Besonderes Markenzeichen von HÜSCH! ist die Aufarbeitung von Liedern im hennebergischen und vogtländischen Dialekt, die entweder durch mündliche Überlieferung den Weg in das Repertoire gefunden haben oder in Archiven ausgegraben wurden. Was hier zu Tage gefördert wurde, muss den Vergleich mit den europäischen Nachbarn in keinster Weise scheuen. Es sind Stücke mit viel Kraft und Feuer, immer auch mit etwas augenzwinkernder Anarchie, die stets ehrlich und authentisch daherkommen.

Trotz der relativ kurzen Bandgeschichte - HÜSCH! entstand im Rahmen des Thüringer Waldzither-Symposiums 2013 in Suhl - waren die Musiker bereits Gast bei mehreren renommierten Festivals, von Venne bis Rudolstadt. Außerdem wurden sie im Herbst 2015 neben der Crème de la Crème der europäischen Folkmusik-Szene für den Eisernen Eversteiner nominiert. Das Wort „hüsch“ bezeichnet im Thüringer Raum übrigens etwas von besonderer Güte. Bleibt zu hoffen, dass durch den unkonventionellen aber stets respektvollen Umgang mit der eigenen Tradition eine neue Form deutscher Folkmusik entsteht, die zu einem Stück echter Volksmusik wird und oft das Prädikat „hüsch“ erhält.

Karten für das Konzert, zum Preis von 7,- EUR (Erm. 5,- EUR), gibt es ab 16.30 Uhr an der Tageskasse. Unter Tel. (034602) 20690 können Karten vorbestelllt werden. - Inge Fricke, Museum Landsberg/ www.songs-of-heimat.de -

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Foto (PressefotoHÜSCH.jpg): Die Thüringer Folk-Band HÜSCH! (Foto: Künstler)

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