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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

"Macht und Pracht" am Tag des offenen Denkmals 2017

Inge Fricke

Am Sonntag, dem 10. September 2017, laden die Doppelkapelle "Sanctae Crucis" und das Museum "Bernhard Brühl" in Landsberg, von 10 bis 18 Uhr, zum Tag des offenen Denkmals ein. Das Motto des diesjährigen Denkmalstages lautet "Macht und Pracht".

Architektur und Kunst drücken seit jeher den Wunsch ihrer Erbauer, Erschaffer und Auftraggeber aus, Schönheit, Wohlstand, weltliche und religiöse Machtansprüche abzubilden. Dies geschieht durch Form- und Materialwahl, den Einsatz von Technik und Technologien, die Art der künstlerischen Ausgestaltung mit Farben, Motiven und Ornamentik, den gewählten Bauplatz und die Qualität der eingebundenen Baumeister, Architekten, Künstler und Handwerker. Vieles davon nehmen wir als vollkommen selbstverständlich wahr, einfach weil wir unser baukulturelles Erbe als gegeben annehmen. Der Tag des offenen Denkmals 2017 möchte dazu anregen, sich mit den vielfältigen Ausdrucksformen von "Macht und Pracht" in allen relevanten Bereichen von Architektur- und Kunstgeschichte einmal bewusster auseinanderzusetzen.

In den Landsberger Kultureinrichtungen gibt es Einiges zum Jahresmotto zu entdecken. In der Doppelkapelle, unter anderem, eine herausragende Kapitellornamentik aus der Zeit der Romanik oder einen farbenfrohen Schnitzaltar aus der Zeit um 1525. Um 11 Uhr und um 15 Uhr werden Führungen durch das Bauwerk angeboten. Um 14.30 Uhr tun sich hier "Musikalische Klangwelten" auf, traditionell dargeboten von Lehrern und Schülern der Kreismusikschule "Carl Loewe". Vor der Doppelkapelle sorgt ein kleiner Imbissstand des Gasthofes "Goldener Löwe" Landsberg für das leibliche Wohl. Im Museum erwarten den Besucher beispielsweise eine alte Landapotheke aus der Zeit um 1900 oder prachtvoll gestaltete Innungspokale der Landsberger Handwerker.

Der Eintritt in die Doppelkapelle und in das Museum Landsberg ist am Tag des offenen Denkmals frei. Beide Häuser freuen sich aber über eine kleine Spende zur Erhaltung. - Inge Fricke, Museum Landsberg -

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Foto: Die Kapitellornamentik in der Doppelkapelle fasziniert noch heute (Foto: Gunter George)

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