Landsberg-Lese

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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Das Rittergut zu Reinsdorf

Das Rittergut zu Reinsdorf

Florian Russi

Versteckt hinter den Häusern des Landsbergers Stadtteils Reinsdorf liegt ein auf den ersten Blick unscheinbarer Gutshof. An seiner Stelle soll sich im 12. Jahrhundert eine Wasserburg befunden haben. Mit ihr und den angrenzenden Liegenschaften soll Graf Dietrich III. zu Landsberg ihm getreue Ritter belehnt haben.
Im Jahr 1517, so ist schriftlich bezeugt, wurden die beiden Vettern Hans Balthasar und Christoph von Schieck mit dem Gut und dem nahe gelegenen Hofanwesen in Gollma belehnt. Die Güter in Reinsdorf und Gollma waren immer eng miteinander verbunden und die Herren von Reinsdorf wurden mangels eigener Grabstätte in der Kirche von Gollma beigesetzt.
Die beiden von Schieck gehörten einem Adelsgeschlecht an, das zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Meißen in die Landsberger Gegend gezogen war. Sie wurden nicht nur die Lehns- sondern auch die Gerichtsherren von Reinsdorf und Gollma. Die Bauern der umgehenden Dörfer Schwätz, Gütz, Landsberg und Queis waren ihnen lehnsverpflichtet.

Im Jahr 1680 gelangte die aus Neubrandenburg stammende Adelsfamilie von Möl-lendorf in den Besitz des Ritterguts. 116 Jahre später musste der letzte Inhaber aus dem Möllendorf-Geschlecht das Anwesen wegen Überschuldung verkaufen. In der Folgezeit wechselte es mehrfach den Besitzer. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Gutshof mit allen dazugehörigen Ländereien im Zuge der Bodenreform unter 28 Neubauern aufgeteilt.

Das Herrenhaus, in dem sich heute noch viele Stilelemente der Renaissance und des Barock finden lassen, und der dazugehörige Park fanden von 1954 an eine neue Nutzung als Kinderklinik und Säuglingsheim, später dann als Heim für behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. 1994 wurde das Heim vom Trägerwerk Soziale Dienste in Sachsen-Anhalt übernommen und seither als Heilpädagogisches Kinderheim geführt.

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