Landsberg-Lese

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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

"Entdecken, was uns verbindet" in Doppelkapelle und Museum Landsberg

Inge Fricke

Am 09. September 2018, laden die Doppelkapelle "Sanctae Crucis" und das Museum "Bernhard Brühl" in Landsberg, von 10 bis 18 Uhr, unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet", zum Tag des offenen Denkmals ein.

Das Motto des Denkmalstages bezieht sich auf das europäische Kulturerbejahr 2018. Mit diesem Themenjahr fordert die Europäische Kommission auf, dazu beizutragen, Europa den Europäern wieder ein Stück näher zu bringen, gemeinsam einen Blick auf unser kulturelles Erbe zu werfen, der gemeinsamen europäischen Geschichte zu lauschen, sie weiter zu erzählen - auch ganz lokal bei uns zu Hause.

In der Doppelkapelle zeugen eine Marmorsäule aus Italien oder ein Schnitzaltar aus dem Sächsischen von den Verbindungen zwischen den Regionen. Anregungen für die bauliche Gestaltung der Doppelkapelle kamen unter anderem aus Ländern wie Frankreich (Elsass) und Italien. Um 10.30 Uhr präsentieren hier Schülerinnen und Schüler der Landsberger Sekundarschule die Ergebnisse eines Schülerprojektes, welches sich mit den Baustilen Romanik und Gotik beschäftigt hatte. Um 14.30 Uhr laden Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule "Carl Loewe" zu musikalischen Impressionen in die Doppelkapelle ein. Im Anschluss an beide Veranstaltungen sind die Gäste der Doppelkapelle, jeweils um 11 Uhr und um 15 Uhr, zu thematischen Führungen durch die alte Burgkapelle eingeladen. Auch für das leibliche Wohl ist, dank der freundlichen Unterstützung des Landsberger Gasthofes "Goldener Löwe", an der Doppelkapelle gesorgt.

Im Landberger Museum beeindruckt immer wieder aufs Neue eine Apothekeneinrichtung aus der Zeit um 1900, welche der langjährige Museumsleiter Heinz-Walther Borgass zusammengetragen hat. Passend zum diesjährigen Motto des Denkmalstages kann im Museum unter anderem eine Innungstruhe entdeckt werden, welche den Landsberger Handwerkern 1752 von Huf- und Waffenschmieden aus Warschau und Gottenz geschenkt wurde. Ganz neu in der Ausstellung sind drei Innungskrüge der alten Schmiede-Wagner-Böttcher-Innung. Im Treppenaufgang des Museums lässt sich die farbenfrohe Papiervorlage für einen Bilderteppich der Romanik, von Landsberger Hortkindern in den Sommerferien gestaltet, bewundern.

Am Tag des offenen Denkmalstags ist der Eintritt frei. Doppelkapelle und Museum freuen sich aber über Spenden zu ihrer Erhaltung. - Inge Fricke, Museum Landsberg -

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Fotos: Die Marmorsäule in der Oberkapelle der Landsberger Doppelkapelle (Gunter George)

Innungstruhe von 1752 im Landsberger Museum (Gunter George)

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