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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Gemeinsam Denkmale erhalten am Tag des offenen Denkmals 2016

Inge Fricke

Türschloss am Nordportal der Landsberger Doppelkapelle (Foto: Gunter George)
Türschloss am Nordportal der Landsberger Doppelkapelle (Foto: Gunter George)

Der Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 steht unter dem Motto "Gemeinsam Denkmale erhalten". An diesem Tag sind die Doppelkapelle "Sanctae Crucis" und das Museum "Bernhard Brühl", von 10 bis 18 Uhr, geöffnet.

Um 11 Uhr und um 15 Uhr finden sachkundige Führungen durch die Doppelkapelle statt. Um 14.30 Uhr erfüllt romantische Gitarrenmusik der Gitarrenklasse Reinhard Hirsch der Kreismusikschule "Carl Loewe" den Klangraum Doppelkapelle. Ab 11 Uhr gibt es vor der Kapelle ein kleines Imbissangebot des Gasthofs "Goldener Löwe". Im Museum lädt die Dauerausstellung mit ihrer Landapotheke aus der Zeit um 1900 zum Besuch ein. Die Ausstellung im Museum gibt darüber hinaus einen Einblick in die Frühgeschichte der Region, die Landsberger Stadtgeschichte und die Landsberger Tierwelt. Zusätzlich erwartet die Museumsbesucher eine Sonderausstellung anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Heimatmuseum 1916-2016". Der Eintritt für beide Einrichtungen ist an diesem Tag frei.

Ein breites öffentliches Bewusstsein für die Bedeutung unseres baukulturellen Erbes erwuchs in den vergangenen Jahrzehnten sehr langsam. Nur eine Handvoll Fachleute setzte sich öffentlich für Denkmalschutz und Denkmalpflege ein. Grundlegend änderte sich das, als der Europarat 1975 das Europäische Denkmalschutzjahr ausrief. Vielerorts bildeten sich Bürgerinitiativen, die sich energisch und oft erfolgreich für den Erhalt von bereits auf der Abrissliste stehenden historischen Bauten und Ensembles einsetzten.

Auch die Doppelkapelle "Sanctae Crucis", ältestes und sicher wertvollstes Bauwerk der Stadt Landsberg, konnte mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie durch weitere private und institutionelle Förderer zumindest in Teilen saniert werden. Wann diese weiterhin dringend gebotenen Sanierungsarbeiten fortgesetzt werden können, ist derzeit allerdings offen.

Inge Fricke, Museum Landsberg

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