Landsberg-Lese

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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Märchen zum Mitmachen beenden Rotkäppchenausstellung

Inge Fricke

Vitrine in der Sonderausstellung "Rotkäppchen hier und anderswo"
Vitrine in der Sonderausstellung "Rotkäppchen hier und anderswo"



"Einszweidrei, im Sauseschritt eilt die Zeit - wir eilen mit". Dass die Zeit schneller und schneller vergeht, davon konnte 1877 schon Wilhelm Busch ein Liedchen singen. Auch für "Rotkäppchen" wird es langsam Zeit, die Zelte im Landsberger Museum "Bernhard Brühl" abzubrechen. Bis Sonntag, den 26. Januar 2014, kann man sich dort noch einmal davon überzeugen, dass "Rotkäppchen" eines der beliebtesten Märchen weltweit ist.

Nicht nur in Europa, sondern auch in Japan, China, Thailand, Sri Lanka, Südafrika, Kolumbien und anderen Ländern kennt man das Mädchen mit der roten Kappe, dem roten Hütchen oder dem roten Schal. Neben wunderschön illustrierten Büchern aus aller Welt gibt es verschiedenste Figuren der Märchengestalten und andere Objekte zu bestaunen. Im liebevoll von der Landsberger Buchkinderwerkstatt gestalteten Papiermärchenwald lassen sich Rotkäppchen, der Jäger und der Wolf entdecken. In einer dunklen Ecke hat sich sogar ein richtig großer Wolf versteckt. Er hat Rotkäppchens Kappe auf und sieht damit mehr lustig als gefährlich aus.

Alte Würfelspiele laden in der Sonderausstellung "Rotkäppchen hier und anderswo" zum Entdecken weiterer Märchen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm ein. Wer wissen möchte, wie die berühmten Märchensammler ausgesehen haben, der entdeckt ihr Porträt auf einer Briefmarke. Das bekannte Doppelporträt seiner Brüder hat 1843 übrigens ihr "Malerbruder" Ludwig Emil Grimm geschaffen. Jacob und Wilhelm hatten sogar noch zwei weitere Brüder, Carl Friedrich und Ferdinand Philipp, sowie eine Schwester namens Charlotte Amalie.

Wer genau hinschaut, entdeckt in den Vitrinen Handpuppen, Papiertheater, Ansichtskarten oder sogar Rotkäppchensekt und Rotkäppchenkonfekt. Also auf zur Entdeckertour im Dachgeschoss des Landsberger Museums. Bilder zum Ausmalen und verschiedene Fassungen des Märchens Rotkäppchen, zum Selberlesen oder Vorlesen, bringen auch den Jüngsten Spaß.

Das Museum "Bernhard Brühl" in der Landsberger Hillerstraße 8 ist dienstags, donnerstags, samstags und sonntags von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Andere Besuchszeiten, insbesondere für Gruppen, können unter Tel. (034602) 20690 vereinbart werden.

Am letzten Ausstellungstag lädt "Rotkäppchen" alias Jürgen Tippelt, ab 14 Uhr, noch einmal zu Mitmachmärchen ein. Dann verwandelt sich der Dachboden des Museums wieder in eine gemütliche Oase mit Märchenteppich, Stoffen und Kissen. Ein Spinnrad, eine Krone, ein Topf, Hüte, Umhänge und anderes mehr warten dann scheinbar nur darauf, beim gemeinsamen Märchenspiel zum Leben erweckt zu werden. Je mehr Mitspieler sich einfinden, um so größer verspricht der Spaß zu werden. Der Eintritt für den Märchennachmittag in der Sonderausstellung ist frei.
- Inge Fricke, Museum Landsberg -

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