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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Unbequeme Denkmale im Land der historischen Poststraßen?

Unbequeme Denkmale im Land der historischen Poststraßen?

Inge Fricke

Unbequeme Denkmale im Land der historischen Poststraßen?

André Kaiser (r., mit Ingo Pauli) führt am Denkmalstag noch einmal durch die Sonderausstellung im Museum "Bernhard Brühl" (Foto: Henning Mertens)
André Kaiser (r., mit Ingo Pauli) führt am Denkmalstag noch einmal durch die Sonderausstellung im Museum "Bernhard Brühl" (Foto: Henning Mertens)

Am Sonntag, dem 08. September 2013, laden die Doppelkapelle "St. Crucis" und das Museum "Bernhard Brühl" in Landsberg mit einem abwechslungsreichen Programm zum Tag des offenen Denkmals ein.

Im Museum "Bernhard Brühl" startet der Denkmalstag pünktlich um 10 Uhr mit einer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung "Im Land der historischen Poststraßen - Sächsische Postgeschichte erleben". André Kaiser, Geschäftsführer der Forschungsgruppe Kursächsische Postmeilensäulen e.V., plaudert dann noch einmal über Historisches und Aktuelles rund ums Reisen quer durch Sachsen.

Dem diesjährigen Motto: "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?" folgend, gibt es um 11 Uhr und um 15 Uhr zwei informative Führungen durch die romanische Doppelkapelle "St. Crucis". Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Bemühungen um den Erhalt des letzten Zeugen mittelalterlicher Geschichte der Stadt im Laufe der Jahrhunderte gelegt.

Ein stimmungsvolles Konzert der Kreismusikschule "Carl Loewe" läutet um 14.30 Uhr die Nachmittagsführung in der Doppelkapelle ein. Ab 11 Uhr wird außerdem, mit einem kleinen Speisen- und Getränkeangebot, mit Tischen und Bänken, zum Verweilen an der Doppelkapelle eingeladen.

Um 16.30 Uhr lässt die Gesangs- und Instrumentalgruppe Halle mit ihrem Postillion-Liederprogramm "Trara, die Post ist da" den Denkmalstag im Museum, mit Liedern und Versen über Postillione und Postkutschen, zünftig ausklingen.

Beide Einrichtungen sind am 08. September 2013, bei freiem Eintritt, von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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