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Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Was führst Du im Schilde? - Ferienprojekt mit Landsberger Hortkindern

Was führst Du im Schilde? - Ferienprojekt mit Landsberger Hortkindern

Inge Fricke

Im Sommer 2019, begaben sich 31 Kinder des Landsberger Ferienhortes, im Alter von 7 bis 11 Jahren, auf Spurensuche in die Landsberger Altstadt und ins Museum "Bernhard Brühl". Unter dem Titel "Was führst Du im Schilde?" beschäftigte sich das diesjährige Ferienprojekt von Hort und Museum mit Wappen und den Ursprüngen unserer Namen.

Nach einer kurzen Einführung in die Thematik, am ersten Projekttag, entdeckten die Kinder bei einem Stadtrundgang viele Wappen an den Landsberger Häusern. Am häufigsten war das Stadtwappen, mit seinen blauen Pfählen auf goldenem Grund, zu sehen. An der Kopie der Postmeilensäule wurden außerdem die beiden Wappen Augusts des Starken entdeckt. August der Starke war Kurfürst von Sachsen und König von Polen. Die Wappen zeigen daher zum Einen den polnischen Adler und den litauischen Reiter und zum Anderen die Kurschwerter und, in Abwandlung des alten Landsberger Wappens, das sächsische Wappen mit golden-schwarzer Schildteilung und Rautenkranz. Auch das Wappen der Landsberger Brauerei war im Stadtbild häufig zu sehen. An einigen Landsberger Häusern konnten noch alte Hauszeichen entdeckt werden, wie die Sonne an der alten Sonnenapotheke.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging die Entdeckungstour im Museum "Bernhard Brühl" weiter. Insbesondere im Ausstellungsbereich zum alten Landsberger Handwerk, fanden die Mädchen und Jungen zahlreiche Berufswappen. Dabei hörten sie erstmals von alten Landsberger Berufen und Berufsbezeichnungen wie Böttcher, Seiler, Stellmacher. Einigen fiel dabei schon auf, dass beispielsweise Böttcher heute ein häufiger Nachname ist. Es wuchs die Neugier der Kinder, aber auch die der Hortnerinnen, woher ihre eigenen Nachname wohl stammen und was sie bedeuten. Aber dieses Geheimnis wurde erst einen Tag später gelüftet.


Am zweiten Projekttag trafen sich alle im Foyer der Grundschule wieder und hörten nun erstmals etwas über die Entstehung der Ruf- und Familiennamen und über die Bedeutung ihres eigenen Nachnamens. Einige Kinder hatten schon eine Ahnung oder wussten, was ihr Name bedeutet. Bei Namen wie Wolf oder Falkner war das nicht schwer zu erraten. Schwieriger wurde es schon bei Namen wie Ruprecht oder Wangemann. Für zwei Nachnamen ließ sich übrigens, trotz intensiver Nachforschung, keine bekannte Bedeutung finden. In diesen Fällen wurde auf die Vornamen der Kinder zurückgegriffen, die natürlich auch ihre eigene Bedeutung haben.

Als alle Kinder eine Erklärung für ihren Vor- oder Nachnamen hatten, ging es mit der Gestaltung eigener Familienwappen los. Die Kinder versuchten sogar, sich an die alten Regeln der Heraldik (Wappenkunde) zu halten: 1. Metall nicht auf Metall, 2. Farbe nicht auf Farbe, 3. keine modernen Symbole, 4. nicht zu viele Farben und Symbole. Das einige Kinder für die Gestaltung doch moderne Motive aus ihrem Leben wählten, war aber völlig in Ordnung. Schließlich leben die Kinder heute und wollen das auch zeigen.

Am Ende der Veranstaltung wurden die farbenfrohen und sehr kreativ umgesetzten Wappen fotografiert. Die Bilder wurden einzeln zusammengerollt und mit einem Faden umschlungen. Die nun echt mittelalterlich aussehenden Rollen konnten daheim stolz den Eltern, Großeltern und Geschwistern präsentiert werden. - Inge Fricke, Museum Landsberg -

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Foto 1 Hortkinder gestalten Familienwappen (Foto: Inge Fricke)

Foto 2 Von Landsberger Hortkindern gestaltete Familienwappen (Foto: Inge Fricke)

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