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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

"Zwischen Weidenkörben, Fußmatten und Taubennestern"

Inge Fricke

"Zwischen Weidenkörben, Fußmatten und Taubennestern"

Ein literarisch-musikalischer Nachmittag rund um den Naturdichter Gottlieb Hiller (1778-1826)

Porträt Gottlieb Hiller (Archiv Museum/Repro: Gunter George)
Porträt Gottlieb Hiller (Archiv Museum/Repro: Gunter George)

Am Sonntag, dem 21. April 2013, um 16 Uhr, lädt das Landsberger Museum "Bernhard Brühl" zu einem literarisch-musikalischen Nachmittag rund um den Naturdichter Gottlieb Hiller (1778-1826) ein. Der Dichter aus Anhalt wurde vor nunmehr 235 Jahren in Landsberg geboren. Schon sehr jung zog er mit Mutter und Stiefvater von Landsberg nach Köthen, wo er aufwuchs und 1805 sein erster Gedichtband erschien. Seinen Lebensunterhalt bestritt Gottlieb Hiller unter anderem mit dem Flechten von Körben, Fußmatten und Taubennestern aus Weidenruten bzw. Stroh. Nach dem Tod von Mutter und Stiefvater lebte er eine zeitlang im oberschlesischen Ratibor und später in Bernau bei Berlin, wo er im Alter von 47 Jahren starb.

Wegen seines außergewöhnlichen Werdegangs, dem eines Mannes aus einfachen Verhälnissen, der sich autodidaktisch, die für das Aufklärungszeitalter charakteristische Bildung aneignete, galt er als Attraktion bei Dichtern, Fürsten, ja sogar am preußischen Königshof. Wegen seines unverdorbenen Charakters und seines Bildungsstrebens zollten ihm selbst große Dichterkollegen wie Goethe, Seume oder Wieland wohlwollenden Respekt.

Gottlieb Hillers Gedichtsammlung und Autobiografie bilden die Grundlage für eine musikalisch untermalte Lesung, mit welcher der Historiker und Sachbuchautor Bernd Gerhard Ulbrich und Museumsleiterin Inge Fricke dem Publikum die Lebens- und Gefühlswelt eines Poeten aus alter Zeit nahebringen möchten.

Der Nachmittag wird nicht zuletzt malerisch umrahmt von farbenfrohen Landschaftsbildern, die derzeit in der Sonderausstellung "Im Rausch der Farben" - Norbert - Hübner - Werkschau - Acryl- und Ölgemälde - im Museum zu sehen sind.

Der Eintritt zur Veranstaltung erfolgt auf Spendenbasis.