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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

"Zwischen Weidenkörben, Fußmatten und Taubennestern"

Inge Fricke

"Zwischen Weidenkörben, Fußmatten und Taubennestern"

Ein literarisch-musikalischer Nachmittag rund um den Naturdichter Gottlieb Hiller (1778-1826)

Porträt Gottlieb Hiller (Archiv Museum/Repro: Gunter George)
Porträt Gottlieb Hiller (Archiv Museum/Repro: Gunter George)

Am Sonntag, dem 21. April 2013, um 16 Uhr, lädt das Landsberger Museum "Bernhard Brühl" zu einem literarisch-musikalischen Nachmittag rund um den Naturdichter Gottlieb Hiller (1778-1826) ein. Der Dichter aus Anhalt wurde vor nunmehr 235 Jahren in Landsberg geboren. Schon sehr jung zog er mit Mutter und Stiefvater von Landsberg nach Köthen, wo er aufwuchs und 1805 sein erster Gedichtband erschien. Seinen Lebensunterhalt bestritt Gottlieb Hiller unter anderem mit dem Flechten von Körben, Fußmatten und Taubennestern aus Weidenruten bzw. Stroh. Nach dem Tod von Mutter und Stiefvater lebte er eine zeitlang im oberschlesischen Ratibor und später in Bernau bei Berlin, wo er im Alter von 47 Jahren starb.

Wegen seines außergewöhnlichen Werdegangs, dem eines Mannes aus einfachen Verhälnissen, der sich autodidaktisch, die für das Aufklärungszeitalter charakteristische Bildung aneignete, galt er als Attraktion bei Dichtern, Fürsten, ja sogar am preußischen Königshof. Wegen seines unverdorbenen Charakters und seines Bildungsstrebens zollten ihm selbst große Dichterkollegen wie Goethe, Seume oder Wieland wohlwollenden Respekt.

Gottlieb Hillers Gedichtsammlung und Autobiografie bilden die Grundlage für eine musikalisch untermalte Lesung, mit welcher der Historiker und Sachbuchautor Bernd Gerhard Ulbrich und Museumsleiterin Inge Fricke dem Publikum die Lebens- und Gefühlswelt eines Poeten aus alter Zeit nahebringen möchten.

Der Nachmittag wird nicht zuletzt malerisch umrahmt von farbenfrohen Landschaftsbildern, die derzeit in der Sonderausstellung "Im Rausch der Farben" - Norbert - Hübner - Werkschau - Acryl- und Ölgemälde - im Museum zu sehen sind.

Der Eintritt zur Veranstaltung erfolgt auf Spendenbasis.

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