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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Landsberger Museum zeigt

Landsberger Museum zeigt "Dreierlei Kunst"

Inge Fricke

Landsberger Museum zeigt "Dreierlei Kunst"

Weiblicher Akt, Öl, von Norbert Hübner (Foto: Norbert Hübner)
Weiblicher Akt, Öl, von Norbert Hübner (Foto: Norbert Hübner)

"Dreierlei Kunst" zeigt das Landsberger Museum "Bernhard Brühl" in einer neuen Sonderaustellung vom 03. Juli bis zum 26. September 2010. Die Sonderausstellung vereinigt Öl- und Acrylbilder des Landsberger Malers Norbert Hübner, Keramiken auf Schwemmholz des Hallenser Künstlers Thomas Ludewig und Kreidearbeiten des Leipziger Künstlers Lutz Naumann.

Norbert Hübner ist den Besuchern des Landsberger Museums kein Unbekannter. In verschiedenen Einzelausstellungen oder gemeinsam mit anderen hat er seine Arbeiten in den vergangenen Jahren mehrfach im Museum "Bernhard Brühl" präsentiert. Für die Malerei Norbert Hübners charakteristisch ist ein üppiges Spiel der Farben, das den Betrachter sofort an die impressionistischen Vorbilder van Gogh, Cezanne oder Chagall erinnert. In der neuen Sonderausstellung zeigt sich Norbert Hübner, der im Landsberger Museum bisher mit beeindruckenden Landschaftsimpressionen zu sehen war, von einer neuen Seite, indem er sich dem Thema: "Akt" zuwendet. Man darf also gespannt sein auf seine farbintensive Umsetzung des Themas.

Keramik auf Schwemmholz, von Thomas Ludewig (Foto: Thomas Ludewig)
Keramik auf Schwemmholz, von Thomas Ludewig (Foto: Thomas Ludewig)

Thomas Ludewig, lebt und arbeitet in Halle (Saale). In seiner Freizeit versucht er das gestalterische Wirken der Natur dem Betrachter nahe zu bringen, ihn für die Schönheit der Natur zu sensibilisieren. Er wählte für die Entfaltung seiner Kreativität die ungewöhnliche und wohl einmalige Kombination von Keramik und Schwemmholz. Die Begeisterung und der Blick für schönes Holz, dessen Struktur durch Wasser verändert wurde, war zuerst da, dann begann er zu töpfern. Die Verbindung beider Materialien folgte erst später. Seither entstehen Assemblagen, die selten einen Titel tragen, so dass sich die eigene Phantasie des Betrachters ganz ohne inhaltliche Vorgabe frei entfalten kann. Das Schwemmholz für seine Arbeiten findet Thomas Ludewig an Elbe und Mulde.

Blue Hill, Kreide, von Lutz Naumann (Foto: Lutz Naumann)
Blue Hill, Kreide, von Lutz Naumann (Foto: Lutz Naumann)

Lutz Naumann ist vielen Hallensern und Leipzigern bekannt durch seine außergewöhnlichen Kreidezeichnungen, in denen das Thema: "Horizonte" die zentrale Rolle spielt. Im Wechselspiel von Nähe und Unendlichkeit, ziehen die minimalistischen Kreidehorizonte den Betrachter in ihren Bann, saugen ihn förmlich hinein in die Landschaft. Die Landschaft wird gebildet aus in der Regel zwei kontrastierenden Farbflächen, die am Horizont aufeinanderprallen. Auch wenn Titel wie "Feld" oder "Wüste" Assoziationen vorgeben, bleibt dem Betrachter genügend Raum für eigene Interpretationen. Da trifft Himmel auf Erde, Meer auf Strand oder Wasser auf Himmel. Der Betrachter kann sich hineinträumen in den nächsten Urlaub am Meer, in den Bergen oder auf Feld und Flur. Das Material Kreide gibt auch den intensiven Farben einen warmen, sanften Touch.

Das Landsberger Museum "Bernhard Brühl" ist dienstags, donnerstags, samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Andere Besuchszeiten, an den Werktagen, können unter Tel. (034602) 20690 vereinbart werden.

Wer den Besuch der Sonderausstellung mit einem Besuch der Doppelkapelle verbinden möchte hat dazu insbesondere an den Wochenenden Gelegenheit. Von Mai bis Oktober finden samstags um 15 Uhr sowie sonntags um 11 und um 15 Uhr informative Führungen durch das romanische Bauwerk statt. Für die Werktage können Führungen, unter Tel. (034602) 20690, vereinbart werden.

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