Landsberg Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.landsberg-lese.de
Unser Leseangebot

Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Doppelkapelle und Museum Landsberg laden am TAG DES OFFENEN DENKMALS zum Besuch ein

Doppelkapelle und Museum Landsberg laden am TAG DES OFFENEN DENKMALS zum Besuch ein

Inge Fricke

Doppelkapelle und Museum Landsberg laden am TAG DES OFFENEN DENKMALS zum Besuch ein

Besucher vor der Doppelkapelle (Foto: Henning Mertens)
Besucher vor der Doppelkapelle (Foto: Henning Mertens)
"Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" lautet das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals am 12. September 2010. Veränderungen durch neue Einflüsse von außen prägen die Entwicklung unserer Kultur. Das lässt sich auch an historischen Bauwerken erkennen. Wanderhandwerker und fremde Baumeister verbreiteten neues architektonisches Wissen in ganz Europa. Dadurch entstanden neue Stilformen, deren Ideen sich rasch durchsetzten. Durch Händler wurden Waren und Materialien über weite Strecken ausgetauscht.

Am diesjährigen Tag des offenen Denkmals soll den Spuren dieser verändernden Einflüsse, am Beispiel der Landsberger Doppelkapelle, nachgegangen werden. Dazu gibt es um 11.00 Uhr und um 15.00 Uhr thematische Führungen durch das romanische Bauwerk. In der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr kann man diesen Spuren auch ganz individuell nachgehen. Ab 11.00 Uhr lädt ein kleines Imbissangebot an der Doppelkapelle zum Verweilen ein. Für Kinder gibt es von 14.00 bis 18.00 Uhr ein Mal- und Spielplakat zum Motto des Denkmalstages sowie weitere Tischspiele zum Thema: Reisen, Handel und Verkehr.

Das nahe gelegene Museum "Bernhard Brühl" lädt am 12. September 2010, ebenfalls von 10.00 bis 18.00 Uhr, zum Besuch ein. Auch hier kann dem diesjährigen Motto des Denkmalstages ganz individuell und auf vielfältige Weise nachgespürt werden. Schon beim Aufstieg in das Museum fällt das originale Wappenstück der Landsberger Postmeilensäule von 1730 ins Auge. Eine Kopie der Säule steht heute noch auf dem Marktplatz der Stadt und erinnert an die Zeiten, als Postkutschen in den Gasthöfen der Stadt Station machten, Reisende sich stärkten oder übernachteten und Pferde gewechselt wurden. Mit dem Eisenbahnanschluß im Jahre 1859 begann auch die Entwicklung der Landsberger Industrie, die 1871 gegründete Malzfabrik hat sich bis heute erhalten und beliefert inzwischen sogar eine eigene Landsberger Brauerei. Über diese und andere Ereignisse der Landsberger Stadtgeschichte kann man sich am Denkmalstag im Museum informieren. Keinesfalls versäumen darf man den Blick in die historische Landapotheke aus der Zeit um 1900, welche im Museum nachgestaltet wurde.

Selbst die aktuelle Sonderausstellung "Dreierlei Kunst" greift das Motto des Tages auf. Kreideminiaturen von Lutz Naumann zum Thema "Horizonte" entstanden auf Reisen in die Toskana, nach Dänemark oder Maine/USA. Thomas Ludewig fand an Elbe und Mulde "weitgereiste" Schwemmhölzer, die er mit Keramiken, Porzellan, Metall und Steinen zu Assemblagen verbunden hat. Die Aktbilder von Norbert Hübner führen an das Saaleufer oder auch einfach in den heimischen Garten.

Weitere Beiträge dieser Rubrik