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Astrid Koopmann/ Bernhard Meier
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Der König von Sachsen zu Gast im Museum

Inge Fricke

Der König von Sachsen, alias Jürgen Stahnke, grüßt sein Volk (Foto: Roman Schmidt)
Der König von Sachsen, alias Jürgen Stahnke, grüßt sein Volk (Foto: Roman Schmidt)

Am Sonntag, dem 18. Oktober 2015, endet im Landsberger Museum "Bernhard Brühl" die Sonderausstellung "Aus Schwertern sollen Sensen werden". Ab 14 Uhr lädt das Museum zur Finissage der Ausstellung ein. Dazu werden ganz besondere Gäste erwartet. Kein Geringerer als Friedrich August I., König von Sachsen, beehrt mit einem kleinen Gefolge seine Landsberger Untertanen.

Um Schaden vom Land abzuwenden und durch die militärischen Umstände gezwungen, hatte König Friedrich August I. (1806-1827) bis zum Schluss Napoleon die Treue gehalten. Nach der Niederlage der Franzosen in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 wurde er von den alliierten Siegern gefangen genommen und nach Berlin verbracht. Die Gefangenschaft des Königs dauerte rund zwanzig Monate. Tatenlos musste Friedrich August I. den Verhandlungen des Wiener Kongresses 1815 zuschauen, in denen über Sachsens Zukunft entschieden wurde. Am Ende stand die Teilung des Landes, welches zwei Drittel seines Gebietes und ein Drittel seiner Bevölkerung an Preußen verlor. Auch Landsberg war nun Teil der preußischen Provinz Sachsen.

Anläßlich der Abschlussveranstaltung wendet sich der sächsische König, alias Jürgen Stahnke, ein letztes Mal mit Hoffnung gebenden Worten an seine Untertanen, bevor er in die Verbannung geht. Auch Ausstellungskurator Gerald Schmidt beantwortet noch einmal Fragen rund um die Sonderausstellung.

Das Landsberger Museum "Bernhard Brühl" ist dienstags, donnerstags, samstags und sonntags, jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnert. Andere Besuchszeiten sowie Führungen durch die Ausstellungen können, unter Tel. (034602) 20690, vereinbart werden.

Inge Fricke, Museum Landsberg

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