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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

"Der Vogelweider und der Wolkensteiner" - Mittelalterliche Klänge in der Doppelkapelle

Inge Fricke

Das Ensemble La Ziriola (Foto: Benjamin Weinkauf)
Das Ensemble La Ziriola (Foto: Benjamin Weinkauf)

Am Sonntag, dem 12. Oktober 2014, um 15 Uhr, lädt das Ensemble LA ZIRIOLA in die Landsberger Doppelkapelle ein. Unter dem Titel "Der Vogelweider und der Wolkensteiner" erklingen Liebes- und Lebenslieder zweier Dichter und Abenteurer des Hoch- bzw. Spätmittelalters. Die Doppelkapelle "Sanctae Crucis", Kleinod spätromanischer Baukunst, bildet dafür die ideale Kulisse.

 

Walther von der Vogelweide (ca. 1170 - ca. 1228) und Oswald von Wolkenstein (ca. 1377 - 1445), die Ikonen des mittelalterlichen Minnesangs, waren ihr Leben lang Reisende, in diplomatischen Diensten von Kaisern und Königen unterwegs in ganz Europa, zu Gast an Fürstenhöfen und in Wirtshäusern. Im Leben durch zwei Jahrhunderte getrennt, sind sie einander ebenbürtig. Beide verbindet ihr unbändiger Wille zur Individualität, abseits der Konventionen der mittelalterlichen Literaturgesellschaft. Kunstvoll jonglieren sie mit der Waffe des Dichters: dem Wort. Dabei ist der Grat auf dem sie wandern schmal, waren beide doch abhängig vom Wohlwollen ihrer jeweiligen Gönner.

 

LA ZIRIOLA (dolomitenladinisch: die Nachtigall) begibt sich auf die Spuren der beiden außergewöhnlichen Persönlichkeiten, ihrer Musik und ihrer Dichtkunst. Die oft autobiografischen Werke lassen erahnen, wie universell begabt "Der Vogelweider und der Wolkensteiner" gewesen sein müssen, zwischen Kreuzzug und ewigwährender Anbetung einer stets unerreichbaren Geliebten, zwischen Politik und Poesie, Geschäft und Leidenschaft. Ihre Lieder werden zu einer Reise auf zwei Lebenswegen, in all die Gegenden, durch die sie dabei kamen: Österreich, Ungarn, Slowenien, Italien, Spanien, Frankreich. In der Tradition ihrer mittelalterlichen Vorgänger macht sich LA ZIRIOLA die Musik zu eigen und nimmt die Hörer mit auf eine Reise durch Raum und Zeit.

 

KARTEN, zum Preis von 7,- EUR/ Erm. 5,- EUR, gibt es, ab 14.30 Uhr, an der Tageskasse. Unter Tel. (034602) 20690 können Karten vorbestellt werden.

HINWEIS: Die 15-Uhr-Führung beginnt an diesem Nachmittag erst nach dem Konzert, ca. 16.30 Uhr!

- Inge Fricke, Museum Landsberg -

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