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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

SONDERAUSSTELLUNG "100 Jahre Heimatmuseum 1916-2016"

Inge Fricke

Bernhard Brühl (4.v.l.) mit Gästen vorm Gützer Heimatmuseum (Foto: Archiv Museum Landsberg)
Bernhard Brühl (4.v.l.) mit Gästen vorm Gützer Heimatmuseum (Foto: Archiv Museum Landsberg)

Vom 03. September bis zum 20. Dezember 2016 lädt das Landsberger Museums "Bernhard Brühl" zum Besuch seiner Sonderausstellung "100 Jahre Heimatmuseum 1916-2016" ein.

Am 03. September 1916 war im heutigen Landsberger Ortsteil Petersdorf (damals ein Ortsteil von Gütz), ein Heimatmuseum eröffnet worden. Gründer und Leiter des Gützer Heimatmuseums war Ernst Bernhard Brühl (1877-1955). Seit 1959 trägt das, unter der Leitung von Heinz-Walther Borgass (1919-2015), in Landsberg wiedereröffnete Museum seinen Namen. Ein weiterer Vorläufer unseres Museums "Bernhard Brühl", seit 1992 in der Landsberger Hillerstraße 8 untergebracht, ist das 1933 von Paul Sannemann (1887-1979) im Landsberger Ortskern eröffnete Museum .

Die Sonderausstellung gibt einen Einblick in die Landsberger Museumsgeschichte der letzten 100 Jahre. Seit 1961, also seit nunmehr 55 Jahren, wird die romanische Doppelkapelle "Sanctae Crucis" von den Mitarbeitern des Museums betreut. Auch diese Zeit wird in der Jubiläumsausstellung beleuchtet.

In den Sommerferien haben sich Landsberger Hortkinder im Alter von 6 bis 10 Jahren mit dem Thema Museum beschäftigt. Unter der Fragestellung "Wie stelle ich mir ein Museum vor, in das ich selber gerne gehen würde?" und "Was könnte für Kinder, die in 100 Jahren ins Museum gehen, interessant sein?" sind sehr kreative "Museen im Schuhkarton" entstanden. Sie sind, quasi als kleine "Museen der Zukunft", Teil der Sonderausstellung.

Das Museum "Bernhard Brühl" ist dienstags, donnerstags, samstags und sonntags, von 13 bis 17 Uhr, geöffnet. Andere Besuchszeiten, insbesondere für Gruppen, können unter Tel. (034602) 20690 vereinbart werden.

Inge Fricke, Museum Landsberg

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